Veranstaltungen im Leuchtturm 2011
Zeitzeugengespräch im Leuchtturm
mit Ruth Recknagel
Am Freitag, den 30. September um 19 Uhr ist Frau Ruth Recknagel im Neuköllner Leuchtturm zu Gast. Die ehemalige Richterin am Kammergericht und Direktorin der Berliner Wiedergutmachungsämter ist in der Emser Straße in Neukölln aufgewachsen und wird über ihre Kindheit und Jugend in der Zeit des Nationalsozialismus berichten. Sie und ihre Familie gehörten zu den rassisch Verfolgten des NS-Regimes. Ihr Vater war Jude und ihre Mutter ist bei der Heirat zum jüdischen Glauben übergetreten. Ruth Recknagel erinnert sich an die Verbundenheit ihrer beiden Elternfamilien mit Neukölln, ihre eigene Ausgrenzung im Alltag, die Deportation ihrer Großeltern und ihres Onkels, ihre Taufe durch Pfarrer Rackwitz und ihre Teilnahme am Frauenprotest in der Rosenstraße ...
Der Eintritt zu der von Ursula Bach moderierten Veranstaltung im Creativ-Centrum Neuköllner Leuchtturm in der Emser Straße 117 ist frei. Weitere Informationen unter Tel. 3950 5376.
U. Bach, Foto: Privat / 15.9.2011
Zeitzeugengespräch mit Ruth Recknagel am Fr, 30. September, 19 Uhr im Creativ-Centrum Neuköllner Leuchtturm, Emser Str. 117
Zeitzeugengespräch im Neuköllner Leuchtturm
Kindheit und Jugend in den 30er und 40er Jahren in Britz
Am Samstag, den 2. Juli um 18 Uhr lädt der Neuköllner Leuchtturm zu einem Zeitzeugengespräch mit Karol Kubicki und Georg Weise ein. Die beiden Neuköllner wurden noch in der Weimarer Zeit geboren und wuchsen in den 30er und 40er Jahren in der Großsiedlung Britz in antifaschistisch orientierten Elternhäusern auf. Beide erinnern sich an das damalige politische „Klima" vor Ort, daran wie ihre Väter wegen ihres Widerstand gegen den Nationalsozialismus verfolgt wurden und an die Auswirkungen, die das menschenverachtende NS-Regime daher auch auf ihre eigenes Leben hatte. Sie werden auch von ihren Erinnerungen an die ersten Nachkriegsjahre berichten und über ihr - unterschiedlich orientiertes - gesellschaftspolitisches Engagement beim demokratischen Wiederaubau.
Der Eintritt zu der von Ursula Bach moderierten Veranstaltung ist frei. Weitere Informationen unter Tel. 39 50 53 76.
U. Bach / 20.6.2011
Zeitzeugengespräch mit Karol Kubicki und Georg Weise am Sa, 2. Juli, 18 Uhr im Neuköllner Leuchtturm, Emser Straße 117
„Bist Du Bandit?"
Lesung aus dem Tagebuch des NS-Zwangsarbeiters Wasyl Kudrenko
Der Neuköllner Leuchtturm lädt am Freitag, den 27. Mai um 19 Uhr zu einer Lesung aus dem Lager-Tagebuch „Bist Du Bandit?" des ehemaligen Zwangsarbeiters Wasyl Kudrenko ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Geschichte Neuköllns aus der Sicht von Autoren und Zeitzeugen" statt, die der „Leuchtturm" in diesem Jahr fortsetzt.
Wasyl Kudrenko wurde 1942 als 16-Jähriger von den Nationalsozialisten aus der Ukraine nach Neukölln deportiert. Er wurde in dem kircheneigenen Zwangsarbeiterlager auf dem Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde in der Hermannstraße 84-90 festgehalten und musste für verschiedene evangelischen Kirchengemeinden Berlins als Friedhofsarbeiter Zwangsarbeit leisten. Ab Januar 1944 hielt er seine bedrückenden Lager-Erfahrungen in seinem Tagebuch fest: die harte Arbeit, Hunger, Heimweh, die Bedrohung durch die Bomben und die Gestapo, aber auch seine Versuche, sich selbst zu behaupten. Die Schauspieler Anke Rupp und Jean-Theo Jost lesen nun Passagen aus dem Tagebuch des 2007 verstorbenen Wasyl Kudrenko. Gerlind Lachenicht gibt eine kurze Einführung zur Gedenkarbeit der Arbeitsgruppe NS-Zwangsarbeit Berliner Kirchengemeinden an die Zwangsarbeiter des kirchlichen Friedhoflagers in Neukölln.
Der Eintritt zu der von Ursula Bach moderierten Veranstaltung im Creativ-Centrum Neuköllner Leuchtturm in der Emser Straße 117 ist frei.
U. Bach / 16.5.2011; Foto: Evangelisches Landeskirchliches Archiv Berlin
„Bist Du Bandit?". Lesung aus dem Tagebuch des NS-Zwangsarbeiters Wasyl Kudrenko am Fr, 27. Mai, 19 Uhr im Creativ-Centrum Neuköllner Leuchtturm, Emser Str. 117, Tel. 3950 5376
Autorenlesung im Neuköllner Leuchtturm
Monika Maron liest "Pawels Briefe"
Am Samstag, den 20. November um 19 Uhr liest Monika Maron im Neuköllner Leuchtturm aus ihrem Buch „Pawels Briefe“. In diesem Buch erzählt die Autorin ausgehend von Pawel, ihrem in Polen geborenen Großvater jüdischer Herkunft, die Geschichte ihrer Familie über drei Generationen hinweg. Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Wohnort der Familie in der Neuköllner Schillerpromenade. Dort prägte Neukölln wie auch deutsche Geschichte das Leben der Familie: die Arbeiterkulturbewegung der 1920er Jahre, die Verfolgung jüdischer Menschen durch den Nationalsozialismus und der Neubeginn nach 1945.
Der Eintritt zur der von Ursula Bach moderierten Veranstaltung im Creativ-Centrum Neuköllner Leuchtturm in der Emser Straße 117 ist frei. Weitere Informationen unter Tel. 3950 5376.
U. Bach / 1.11.2010; Foto: Jürgen Bauer

"Globus Warthestraße"
Lesung mit Angelika-Benedicta Hirsch
Die Autorin liest am Freitag, den 22. Oktober um 19 Uhr im Neuköllner Leuchtturm aus ihrem Buch „Globus Warthestraße. Menschen mit Migrationshintergrund erzählen ihre Geschichte“. Für dieses Buch hat die Neuköllnerin Angelika-Benedicta Hirsch im Jahr 2009 ihre Nachbarinnen und Nachbarn aus der Warthestraße, unterschiedlichster geografischer und sozialer Herkunft, nach ihren Lebensgeschichten und Zukunftsträumen befragt. Sie lässt sie in dem Buch jeweils aus ihren eigenen Perspektiven zu Wort kommen: Ihre Wahrnehmungen, ihr Alltag und ihre Lebenswege sind spannend, vielfältig, manchmal auch unvermutet, und lassen sich nicht in Klischees fassen.
Moderiert wird die Lesung von der Politologin Ursula Bach. Der Eintritt ist frei.
U. Bach / 4.10.2010; Foto: Lothar Köste
Lesung "Globus Warthestraße. Menschen mit Migrationshintergrund erzählen ihre Geschichte" mit Angelika-Benedicta Hirsch am Fr, 22. Oktober, 19 Uhr im Neuköllner Leuchtturm, Emser Str. 117.
Weitere Informationen unter Tel. 3950 5376
Zeitzeugenabend im Neuköllner Leuchtturm
mit Niki Reister und Hülya Taşci
Der Neuköllner Leuchtturm lädt zu einem Zeitzeugengespräch mit Niki Reister und Hülya Taşci ein. Die beiden Neuköllnerinnen, die selbst oder deren Familie in den 1970er Jahren nach Berlin eingewandert sind, berichten von ihrem Leben und Arbeiten in Neukölln und von ihrem Engagement für ein gutes Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft: Niki Reister, 1972 aus Griechenland nach Berlin gekommen, leitete viele Jahre das Interkulturelle Frauen- und Familienzentrum To Spiti (griechisch für „zuhause“) und ist Mitbegründerin von „Perivoli“, dem ersten Interkulturellen Garten Berlins. Die junge Rechtsanwältin Hülya Taşci, wuchs als Kind türkischer Einwanderer in Neukölln auf und eröffnete hier vor kurzem ihre eigene Kanzlei.
Der Eintritt zur der von Ursula Bach moderierten Veranstaltung am Freitag, 18. Juni, 19 Uhr im Neuköllner Leuchtturm in der Emser Straße 117 ist frei.
U. Bach / 10.6.2011
Zeitzeugenabend mit Niki Reister und Hülya Taşci am Fr, 18. Juni um 19 Uhr im
Creativ Centrum Neuköllner Leuchtturm, Emser Straße 117
„Gemütlichkeit …“
Autorenlesung mit Ursula Reinhold
Am Freitag, den 28. Mai um 19 Uhr lädt der Neuköllner Leuchtturm im Rahmen seiner Reihe „Neuköllner Geschichte aus der Sicht von Autoren und Zeitzeugen“ zu einer Lesung zum Thema Nachkriegszeit in Neukölln und Treptow ein. Frau Dr. Ursula Reinhold liest aus ihrem Buch „Gemütlichkeit …“, in dem sie sich an ihre Kindheit und Jugend im Krieg und in der Nachkriegszeit erinnert. Benannt ist das Buch nach dem Ort, an dem sie aufwuchs, einer Gartenkolonie am Britzer Zweigkanal in Treptow unmittelbar an der Grenze zu Neukölln. Hier, an einer der Nahtstellen zwischen Ost und West, erlebte sie die zunehmende Teilung Berlins besonders deutlich, zum Beispiel Veränderungen innerhalb der Kolonie, des Wohnumfeldes und der Verwandtschaft.
Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel. 3950 5376.
Lesung "Gemütlichkeit..." mit Dr. Ursula Reinhold am Fr, 28. Mai, 19 Uhr im
Creativ-Centrum Neuköllner Leuchtturm, Emser Straße 117
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