Das Quartiersmanagement Körnerpark sucht in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und dem Bezirksamt Neukölln einen Projektträger zur Ausarbeitung und Umsetzung der Projektidee "Sicher durch den Kiez". Das Projekt soll in den Jahren 2017 bis 2019 aus dem Projektfonds finanziert werden.

Ausgangssituation
Der Quartiersrat, der als BewohnerInnen-Gremium die Interessen der BewohnerInnen des Körnerkiezes vertritt, hat den Wunsch nach einem fahrrad- und fußgängerfreundlichen Kiez geäußert. Der Bedarf an Verkehrserziehung resultiert aus der Stadtteilkonferenz im November 2016.
Des Weiteren beklagen immer mehr besorgte Eltern eine unsichere Verkehrssituation für ihre Kinder im Kiez. Viele Eltern begleiten ihre Kinder dauerhaft zur Schule. Viele andere bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Dadurch können Kinder ihre Selbständigkeit im Verkehr nicht entwickeln. Darüber hinaus staut sich morgens vor den Schulen der Verkehr.
Auch Menschen mit Beeinträchtigungen haben Probleme sich sicher im Kiez zu bewegen.

Projektziele
Ziel des Projektes ist es, die Verkehrssicherheit für Kinder im Grundschulbereich zu verbessern, auch für Menschen mit Beeinträchtigungen. Alle Verkehrsteilnehmer, auch Autofahrer, sollen für die Gefahrensituation im Verkehr sensibilisiert werden. Vor allem sollen Kinder darin gefördert werden, sich sicher und selbständig im Kiez zu bewegen. Des Weiteren sollen Kinder und deren Eltern über die besonderen Risiken im Verkehr informiert werden. Gemeinsam soll daran gearbeitet werden, wie eine sichere und eigenständige Mobilität gewährleistet werden kann. Dabei sollen unbedingt die Grundschulen und deren GEV’s mit eingebunden werden. Die Verkehrserziehung soll somit weiter intensiviert werden, um den Grundschülern möglichst gefahrenfreie Wege zur Schule zu ermöglichen. Die im Rahmen dieser Förderung gewonnenen Ergebnisse sollen das Curriculum der beteiligten Grundschulen hinsichtlich der Verkehrserziehung stärken.

Aufgabenstellung
Das Projekt hat folgende Bestandteile:

  • Aktivierende Befragung von Kindern und Eltern zum Thema Verkehrssicherheit, Schul- und Kitawege, aber auch von anderen Verkehrsteilnehmern.
  • Kiezerkundungen/ Workshops mit Kindern und deren Eltern:
  • Eltern und ihre Kinder werden durch den Kiez begleitet. Sie erkunden den Kiez mit seinen besonderen Gefahrenstellen und trainieren Wege und lernen Methoden (z.B. Sammel- bzw. Treffpunkte zum gemeinsamen Gehen der Kinder definieren). (Fußverkehrsstrategie des Landes Berlin, Programm "Barrierefreie öffentliche Räume 2012 bis 2020“)
  • Kiezerkundungen/ Workshops zum Thema Barrierefreiheit (Beeinträchtigte, Senioren)
  • Das Fahrradfahren der Kinder soll gefördert werden. Eine Zusammenarbeit mit dem Verkehrsschulgarten, dem zuständigen Polizeiabschnitt und den Eltern ist anzustreben.
  • Aktivierung von Ehrenamtlichen als Lotsenhelfer für die Grundschulen (inkl. Lotsenschulung)
  • Die Öffentlichkeitsarbeit soll sich an alle Verkehrsteilnehmer richten, auch an Autofahrer. Informationsmaterialien sollen erstellt werden. So können neben Flyer o.ä. auch Schilder entworfen werden, die zur Rücksicht oder zur Vorsicht aufrufen und an wichtigen Stellen/ Kreuzungen in Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde Neukölln aufgehängt werden.
  • Das Projekt ist in enger Abstimmung mit dem Quartiersmanagement umzusetzen. Die Ergebnisse der Workshops, Kiezerkundungen und Befragungen werden an das QM-Team weitergeleitet.

Es soll ein Konzept erarbeitet werden, welches die Möglichkeiten der nachhaltigen Umsetzung der Projektinhalte darstellt.

Zur Abwicklung des Projektes gehört auch die eigenständige Beantragung und Umsetzung von Fördermitteln im Programm "Soziale Stadt" als Fördernehmer des Projektes beim Programmdienstleister (PDL) sowie der selbständige Abruf der Fördermittel, die finanztechnische Abwicklung und die Auswertung des Projektes.
Informationen zum Gebiet finden Sie hier.

Auswahlkriterien
  • Qualität des Angebotes (Konzeption, Maßnahme-/Zeitplan)
  • Kostenbewertung
  • Referenzen/Qualifikationen des Bewerbers
  • Kenntnisse und Erfahrungen bei der Konzeption und Durchführung adäquater Projekte
  • Aktivierung, Zusammenarbeit und Organisation von Ehrenamtlichen
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Gebiets- und Akteurskenntnisse im Körnerkiez
  • Umsetzbarkeit, Kooperationsbereitschaft und Einbindung der lokalen Akteure und Bewohner
  • Eingebrachter Eigenanteil und Motivation, das Projekt umzusetzen

Projektzeitraum
Juni 2017 bzw. ab Bewilligung – Dezember 2019

Projektfinanzierung
Das Projekt wird aus dem Programm Soziale Stadt finanziert. Für das Projekt stehen Fördermittel in Höhe von insgesamt max. 50.000 Euro zur Verfügung, maximal 20.000 Euro für das Jahr 2017 und maximal 15.000 Euro jeweils für das Jahr 2018 und 2019. Mit diesen Mitteln sind alle erforderlichen Sachkosten, Honorarkosten und Personalkosten zu decken.

Einzureichende Unterlagen
  • Selbstdarstellung des Bewerbers und Nachweis der fachlichen Qualifikationen des eingesetzten Personals
  • Referenzen zu bereits umgesetzten Projekten
  • Detailliertes Maßnahme- und Durchführungskonzept unter Nutzung der Projektskizze (siehe Anlage). Bei Bedarf können Sie Ihrer Bewerbung weitere Anlagen beifügen.
  • Detaillierte Kostenkalkulation bzw. Finanzplanung unter Nutzung des Kosten- und Finanzplanes (siehe Anlage).
  • Darstellung der zu erbringenden Eigenleistung (mind. 10% des Gesamtvorhabens)

Das Angebot ist unter Verwendung der Formulare „Projektskizze“ und „Finanzplan“ einzureichen, die zum Download bereitstehen unter: http://www.pdl-berlin.eu/foerderinformationen/downloadbereich/formulare-soziale-stadt/formulare-soziale-stadt-projektfonds.html

Bewerbungsfrist
Die Unterlagen sind bis 10.03.2017, 24:00 Uhr beim Quartiersmanagement Körnerpark per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einzureichen. Bitte beachten Sie die maximale Email-Größe von 5 MB (einschließlich aller Anhänge). Für Rückfragen steht Ihnen das Quartiersmanagement Team unter der Telefonnummer 030 62988790 zur Verfügung.

Auswahlrunde
Bitte halten Sie sich Dienstag, 28.03.2017, 11:30-13:30 Uhr für eine eventuelle Auswahlrunde frei.

Hinweise
Bei dem Auswahlverfahren handelt es sich nicht um ein Interessensbekundungsverfahren gem. § 7 LHO oder eine Ausschreibung im Sinne des § 55 LHO. Rechtliche Forderungen oder Ansprüche auf Ausführung der Maßnahme oder finanzielle Mittel seitens der Bewerber bestehen mit der Teilnahme am Auswahlverfahren nicht. Die Teilnahme ist unverbindlich. Kosten werden den Bewerbern im Rahmen des Verfahrens nicht erstattet.

Bei Projekten mit Angeboten für Kinder und/oder Jugendlichen, die mit Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe nach SGB VIII vergleichbar sind, ist insbesondere der neue § 30a Bundeszentralregistergesetz (BZRG) zur Sicherung des Kinderschutzes zu beachten. Für Personen, die beruflich, ehrenamtlich oder in sonstiger Weise kinder- oder jugendnah tätig sind oder tätig werden sollen, ist ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen. Die entsprechenden Kosten sind bei der Projektkalkulation einzuplanen.

§ 44 AV LHO Anlage 2 (ANBest-P)
1.3 Der Zuwendungsempfänger darf seine Beschäftigten finanziell nicht besser stellen als vergleichbare Dienstkräfte im unmittelbaren Landesdienst Berlins, insbesondere dürfen höhere Vergütungen oder Löhne als nach den für das Land Berlin jeweils geltenden Tarifverträgen sowie sonstige über- oder außertarifliche Leistungen nicht gewährt werden.

Die eingereichten Projektskizzen werden einem Auswahlgremium vorgestellt, in dem die Steuerungsrunde des Quartiersmanagements, ggf. auch relevante Fachämter des Bezirksamtes sowie Mitglieder des Quartiersrates vertreten sind. Dieses Gremium trifft im Rahmen der zur Verfügung stehenden Fördermittel die Vergabeentscheidung. Der Antragsteller erklärt sich damit einverstanden, dass das Angebot und die darin enthaltenen - auch personenbezogenen – Daten an das für das Projekt zuständige Auswahlgremium zu oben beschriebenem Zweck weitergegeben werden.

Ausschreibung als pdf (274 Kb)

QM Körnerpark / 14.02.2017