Illumination 2016; Foto: WerkStadt Kulturverein Berlin e.V.

Ein Projekt der Werkstadt Kulturverein Berlin e.V. in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur (Bezirksamt Neukölln) mit Unterstützung des Quartiersmanagements Körnerpark

Für die Illumination des Körnerparks, einem Teilprojekt des mit Mitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“ finanzierten Gesamtprojektes „Kultur für alle Generationen“ wurde dieses Jahr eine Kooperation mit dem Fachbereich Kultur eingegangen, sodass die Nachhaltigkeit der Projektziele zusätzlich befördert wurde und eine ebenfalls verstärkte Strukturförderung des Kulturstandorts Körnerpark bewirkt werden konnte. Die Realisierung eines Beleuchtungskonzepts für den Körnerpark, welches das Sicherheitsempfinden von AnwohnerInnen und PassantInnen spürbar erhöht, sollte von der Kooperation mit dem lokal wie kultur- und stadtpolitisch bestens vernetzten Fachbereich Kultur profitieren.

Bereits in Susanne Kriemanns Ausstellung in der Galerie im Körnerpark wurde das Thema der Licht- und Energieerzeugung mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit und zukunftsträchtige Innovationen interaktiv behandelt. Deshalb bot sich eine direkte Anknüpfung an die Ausstellung inhaltlich an: mit einem kritischen Bewusstsein zum Thema Beleuchtung sowie dem partizipativen Erproben des innovativen BlingCrete-Materials. So gehörte es zum Grundkonzept, sich von aufwendigen und teuren Beleuchtungen abzuwenden und stattdessen anhand des Motivs der Abendröte Aufmerksamkeit darauf zu lenken, wie sich natürliche Lichtressourcen innovativ und umweltverträglich nutzen lassen.

Genauso wie die Abendröte ein Phänomen ist, das sich im Rahmen der Erdrotation permanent in unterschiedlichen Zonen auf der Erdkugel ereignet und die Dunkelheit einleitet, ist auch die Frage nach Beleuchtung und Umweltschutz global. Das Bewusstsein einer solchen Tragweite konnte am Abend des 29. Oktobers 2016 im Körnerpark angeregt werden, indem seitens der engagierten KünstlerInnen eine Website programmiert wurde, auf der sich im Live-Modus verfolgen ließ, wo auf der Erde gerade die Sonne untergeht. Die Angabe der zugehörigen Breiten- und Längengrade wurde auf eine großformatige Leinwand mitten im Park projiziert. Zusätzlich wurden (stark lichtreflektierende) BlingCrete-Elemente an den Putten im Park angebracht und konnten mit eigens für die Ausstellung konzipierten Lichtmaschinen von den BesucherInnen selbst durch Kurbeln beleuchtet werden.

Anhand dieser Gestaltung gelang es, den Körnerpark und das Thema der Veranstaltung gut miteinander zu verbinden – der Körnerpark war der interaktive Schauplatz von Lichtexperimenten und die zukunftsweisende Frage „Wie könnte eine sinnvolle, dezente zukünftige Beleuchtung des Parks aussehen?“ schloss sich unmittelbar an. Die Veranstaltung wurde atmosphärisch durch Konzert und DJ begleitet, sodass durch die auch nach außen übertragene Musik ein Rahmen entstand, der nicht nur die Terrassen, sondern auch den Park einschloss und die BesucherInnen ermutigte, sich durch den Park zu bewegen, die Beleuchtung selbst zu erzeugen und auf sich wirken zu lassen.

Die Oberlichter der Galerie im Körnerpark werden seit dem 29. Oktober und noch bis Ende Januar 2017 in den Farben der Abendröte in den abendlichen, dunklen Körnerpark hinein strahlen und so weiterhin die Erinnerung an die Fragen nach natürlichen Lichtquellen und zukünftiger Beleuchtung wach halten und im Kiez sichtbar machen.

Die Auftaktveranstaltung zur Illumination im Körnerpark war über den gesamten Abend hinweg gut besucht, sodass insgesamt ca. 800 Menschen diesen Abend im Park erlebten und mitgestalteten. Das Feedback der Menschen vor Ort war durchweg positiv, die Verbindung von Licht und Musik wurde gelobt.

Ergänzende Informationen gibt es hier.

WerkStadt Kulturverein Berlin e.V. / 17.11.2016; Fotos: WerkStadt

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