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Selbstbild, Vorbild, Fremdbild – Podiumsdiskussion und Performance von Delaine Le Bas
Mittwoch, 14. November 2018, 18:00
Expert*innen beleuchten die visuelle Repräsentation von Roma und Sinti in Medien, Kunst und Kultur in Europa. Wie entstehen Bilder von und über Roma? Wie kann man als Künstler*in Stereotype überwinden? Wie weit reicht die künstlerische Freiheit bei politischen Themen?

Mit: Dr. Anna Mirga-Kruszelnicka, stellvertretende Geschäftsführerin des European Roma Institute for Arts and Culture (ERIAC); Delaine Le Bas, Künstlerin und Kuratorin, Markus End, Vorsitzender der Gesellschaft für Antiziganismusforschung und Nihad Nino Pušija

Moderation: Christoph Leucht, Theatermacher und Trainer im ROMACT-Programm des Europarats

Begleitprogramm zur Ausstellung
Nihad Nino Pušija – SO IST DAS BEI UNS
Bilder vernachlässigter Europäer

Nach der Präsentation ihrer Rap-Beats sprechen die Brüder Kefaet und Selami Prizreni gemeinsam mit dem Künstler Nihad Nino Pušija über Musik, Heimat und Abschiebung.

Seit über 20 Jahren lenkt der Fotograf Nihad Nino Pušija den Blick auf die Lebensrealitäten der über ganz Europa verstreut lebenden Roma. In der Ausstellung, die zum Europäischen Monat der Fotografie eröffnet wird, zeigt Pušija vor allem neue Serien, in denen der Fokus auf kreativen Menschen liegt, die zwischen den Kulturen pendeln. Ob es sich dabei um die Mitglieder einer Band in Brünn handelt, die im Alltag als Polizisten arbeiten, um mehrfach von der Abschiebung bedrohte Rapper und Aktivisten in Essen, um einen alten Flamenco-Tänzer, der in Sevilla ein leerstehendes Kulturhaus belebt – stets geht es Pušija nicht um „die Geflüchteten“, „die Migranten“, sondern um Individuen jenseits der üblichen Stereotype.

In seinen Fotografien setzt sich Pušija mit antiziganistischen Vorurteilen und politischen Herausforderung wie Abschiebung und Integration auseinander. Dabei hebt er jedoch nie den moralischen Zeigefinger, sondern bettet diese Themen – oft durchaus humorvoll – in Kontexte des alltäglichen Lebens ein.

Pušijas Porträts von Kindern und Jugendlichen gehen sensibel mit deren Suche nach Identität um. Seine Fotografien regen zur kritischen Reflexion darüber an, welche Rolle Eigen- und Fremdbilder für das Selbstverständnis der Menschen in Europa spielen.

Kuratiert von Dorothee Bienert und Isabelle Stamm

28. September 2018 – 9. Januar 2019

Parallel zur Ausstellung erscheint bei Peperoni Books die Monografie “Nihad Nino Pušija: Down There Were The Spirit Meets The Bone”, hrsg. von Lith Bahlmann und Matthias Reichelt.

Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie
Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien
In Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung

Öffnungszeiten
täglich 10 – 20 Uhr
Eintritt frei
Ort Galerie im Körnerpark, Schierker Str. 8, 12051 Berlin
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