Kurz gemeldet

 

Koernerschnitzel #5; Plakat: KoernerkomplizenKörnerschnitzel.05 // 11. Mai 2012

Sie geht wieder los - die Körnerschnitzeljagd!

Galaktisch in der Vielfalt, herausfordernd in den Tiefen des Körnerkiezes von Berlin.

Das Körnerschnitzel ist ein alljährliches Aufstöbern neuer und alter Orte in einem Stadtteil von Neukölln rund um den Körnerpark - dem Körnerkiez. 
Am 11. Mai ist es nun wieder soweit, sich des Universums an Galerien, Kleinunternehmern, Werkstätten, Kultur- und Veranstaltungsorten anzunehmen und Dank einer spannend geplanten Schnitzeljagd-Route Aufgaben zu lösen. 
Aufgaben, die bei erfolgreichem Knobeln zu einem Preis führen, der abends bei Spaß und Getränk verlost wird.
Also raus aus den Plüschsesseln und rein in die Weltreise zu den Sternen des Viertels.

Los geht es ab 18 Uhr. 
Einfach an einem Punkt der Körnergalaxie beginnen, sich dort mit Programm und Rätsel ausstatten und dann weiter treiben lassen von Ort zu Ort.

Begleitet wird die Jagd mit Speisen, Konzerten und Lesungen - je nach Standpunkt und Angebot. Mit von der Partie sind diesmal 34 Standorte im Kiez, die Euch jeweils mit spannenden Rätseln und Überraschungen erwarten.
Nach dem aktiven Entdecken des Körnerkosmos und packenden Kiez-Enträtselungen gibt es dann die Endverlosung im „REVIER“ in der Nogatstraße 28. 

Anschließend kann sich ganz der Schwerkraft beim großen Abschlussfest hingegeben werden. DJs lassen auch den letzten Muskel nicht ruhen. Die Party wird im Revier und in allen teilnehmenden Locations stattfinden und somit einen gemeinsamen Abschluss der Erinnerung einer galaktischen Reise bilden. 3 Bands und ein DJ (Il Civetto, Berlin Sling, Konstantin & Herr Lange, sowie DJ Freytag sind am Start)

Das Körnerschnitzel wird zu einem großen Teil ehrenamtlich veranstaltet, eine dankbare Teilunterstützung wurde durch das Qurtiersmanagement bewilligt.

Körnerkomplizen / 3.5.2012; Plakat: Körnerkomplizen


Plakat: ...weil Fußball verbindet! e.V. (i.Gr.)Körnercup 2012
"Gemeinsam für Toleranz & Respekt"

Am 12. Mai 2012 können beim 6. KörnerCup 2012 wieder die Fußballschuhe geschnürt und passend zur nahenden Fußball-Europameisterschaft die eigenen Fußballkünste gezeigt werden. Anpfiff ist um 13 Uhr, Turnierende um 19 Uhr. Für das leibliche Wohl und Musik ist gesorgt. Also kommt vorbei und fiebert mit!

Der KörnerCup 2012 wird im Auftrag des Quartiersmanagement Körnerparks von …weil Fußball verbindet! e.V. (i.Gr.) in Kooperation mit Evin e.V. (JoJu23) veranstaltet. Die finanziellen Mittel stammen aus dem Programm Soziale Stadt.

A. Ruschkowski, cm / 3.5.2012; Plakat: ...weil Fußball verbindet! e.V.

Körnercup am Sa, 12. Mai von 13-19 Uhr auf dem Bolzplatz Schierker Straße

„Arbeit ohne Wert?“
Ausstellung im Nachbarschaftsheim Neukölln

Politik und Institutionen operieren routiniert mit Begriffen wie „Maßnahmen“, „Instrumente“, ?„Vermittlungsquoten“ und „Positivlisten“. Was aber bedeutet es für einen Menschen, in einer „Arbeitsgelegenheit“ zu landen, welchen Wert hat die Arbeit für die Betroffenen, welchen für die Gesellschaft, was kann man aus den bisherigen Erfahrungen mit öffentlich geförderter Beschäftigung für die Zukunft lernen? Die Ausstellung möchte dazu anregen, diesen Fragen nachzugehen.

Insgesamt waren in Berlin ca. 229.000 Menschen 2011 im Jahresdurchschnitt „offiziell“ arbeitslos gemeldet. Mehr als zwei Drittel gelten als schwer vermittelbar. Gründe gibt es viele: Schwerbehinderungen, gesundheitliche Einschränkungen, Herkunft, Ausbildung, Bildung, Kinder, Alter. Auch können nicht alle Menschen mit den rasanten Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt mithalten.

Der öffentlich geförderte Beschäftigungssektor wurde dramatisch heruntergefahren, nach Ein-Euro-Job, AGH-Entgelt, ÖBS, Kommunal-Kombi bleiben nun noch Anfang 2012 rund 2.400 Stellen „Bürgerarbeit“ als arbeitsmarktpolitisches Erbe in Berlin bestehen.
Doch wer kennt eigentlich die Menschen, die in diesen Beschäftigungsmaßnahmen arbeiten? Die Ausstellung „Arbeit ohne Wert?“ – Über den Sinn öffentlich geförderter Beschäftigung“ stellt vierzehn von ihnen vor.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier (pdf, 70 Kb).

Text: Marianne Konermann / 3.5.2012

Die Ausstellung ist bis zum 8. Mai im Nachbarschaftsheim Neukölln, Schierker Str. 53 zu sehen.
Träger: Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V., Projektleitung: Marianne Konermann, Konzeption und Realisation: Hans Ferenz 


Fruehjahrsputz 2012; Plakat: Mathias HuehnDas Frühjahr kommt... Raus auf die Straßen!!
„Sauberer Kiez – mach mit“

Die Sonne lockt, doch nicht alle Ecken im Körnerkiez sind schon so aufgeräumt, dass ein Päuschen im Warmen auch rundum glücklich machen würde. Kahle Flächen, Müll und Hundekot sind keine Augenweide. Und leider sieht es an so mancher Ecke im Körnerkiez nach dem Winter nicht gerade einladend aus. Obwohl beim Herbstputz im letzten Jahr viele Leute im Kiez und auch auf dem Emser Platz gewirbelt haben, sind der Emser Platz vor der Feuerwache, wie auch andere Plätze alles andere als attraktive Orte, die zum Verweilen einladen.
Um eine Baumscheibe, einen Stadtplatz, wie den vor der Feuerwache oder einen schönen Kiez, wie den rund um den Körnerpark zu erhalten, ist (insbesondere in Zeiten leerer Kassen) das Engagement und eine gute Portion Durchhaltewille der Anwohner gefragt. Neuköllnerinnen und Neuköllner aus dem Körnerkiez verfügen bekanntlich über beides, wie es nicht nur gepflegte Baumscheiben oder begrünte Innenhöfe belegen.

Damit auch der Platz vor der Feuerwache in der Emser Straße wieder eine Augenweide im Sommer ist, werden dringend Pflanzpaten gesucht. Dafür findet am Freitag, den 27. April ab 14.30 Uhr ein entsprechender Aktionstag direkt auf dem Emser Platz statt. Bis 17 Uhr wollen wir mit Anwohnern und Gewerbetreibenden darüber sprechen, wie man es gemeinsam schaffen kann, den Platz besser zu pflegen. Außer Musik von Mahmoud Fayoumi und den Trommelkids aus dem Nachbarschaftsheim gibt es allerlei Informationen, damit sich Menschen aus der Nachbarschaft zusammen finden, die ihr Engagement für ihren Platz einbringen wollen. Beim Frühjahrsputz im Körnerkiez kann schon eine Woche später auf dem Emser Platz gemeinsam damit begonnen werden, den Platz mit neuem Engagement zu gestalten.

Am Samstag, den 5. Mai ab 12 Uhr findet wieder der große Frühjahrsputz im Körnerkiez statt. Treffpunkt ist das Quartiersbüro vom Körnerpark in der Emser Str. 15, wo Aktionsgruppen für den Tageseinsatz auf Straßen und Plätzen zusammengestellt werden. Für alle fleißigen Helfer gibt es außer einem schönen Kiez, in dem sich der Frühling vor dem Haus wieder genießen lässt, außerdem das beliebte „Wir machen Neukölln“-T-Shirt als Dankeschön fürs Mitmachen. Ab 14 Uhr ist ein Abschlussfest für alle, die aktiv beteiligt waren im Nachbarschaftsheim, Schierker Str. 53.

Die Aktivitäten werden von Umweltconsulting Dr. Hoffmann im Rahmen des QF3-Projektes „Sauberer Kiez - mach mit“ im Quartiersmanagement Körnerpark organisiert und mit Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt finanziert.

Dr. C. Hoffmann (Umweltconsulting, Tel. 6808 8622), Dr. A. Tag (Quartiersmanagement Körnerpark) / 24.4.2012; Plakat: M. Hühn
Plakat: Jugendkunstschule NeuköllnWir starten durch:

"Gecekondu. Über Nacht gelandet"
Ein Projekt der Jugendkunstschule Neukölln/Jugendkunst Neukölln e.V.


Großes Eröffnungsfest auf dem Gelände unserer zukünftigen Hüttenstadt,
am 22. April 2012 ab 15 Uhr. (bei Regen wird das Fest um eine Woche verschoben)

Ort: http://g.co/maps/qysq4

Wir bauen Hütten und Zelte, bedrucken Fahnen und Planen,
außerdem gibt es Ponyreiten und Kaffee&Kuchen.

Ab April 2012 sind alle Kinder (ab 8 Jahren) herzlich eingeladen, ihre eigenen Hütten
auf unseren Bauplatz auf dem Tempelhofer Flugfeld zu bauen. Der Platz ist von Montag bis Freitag, jeweils von 15 bis 18 Uhr betreut.

Kommt vorbei!

Nähere Infos unter:
www.gecekondu.mobi

"Gecekondu. Über Nacht gelandet" - ein Projekt der Jugendkunstschule Neukölln / Jugendkunst Neukölln e.V. (www.jugendkunst-neukoelln.de)

Das Projekt wird gefördert von:

Fonds Soziokultur
Deutsches Kinderhilfswerk
Stiftungsgemeinschaft anstiftung und ertomis
Pfefferwerk

Jugendkunstschule Neukölln / Jugendkunst Neukölln e.V. / 18.4.2012; Plakat: Jugendkunstschule Neukölln


SpuK Hoerspielkinder 2012; Foto: Sina NessTraut euren Ohren!
Hörspielprojekt mit Kindern der Konrad-Agahd-Schule

Dass eine Geschichte durch Geräusche lebendig werden kann, wissen die Hörspielkinder der Konrad-Agahd-Grundschule sehr genau. Sie wissen, wie man einem gewöhnlichen Küchentuch das ängstliche Klopfen eines Herzens entlockt, einer Hartfaserplatte das Blubbern eines tiefen, verwunschenen Gewässers oder einem Beutel mit Speisestärke Schritte im knirschenden Schnee...

Auch in diesem Jahr überraschen die Hörspielkinder aus dem Projekt SpuK – Sprache und Klang wieder mit neuen, fantasievollen Kurzhörspielen. Sie entwerfen ihre eigenen Welten, in denen alles denkbar ist: Da gibt es ein Schulhaus, das durch die Luft fliegt, einen Schwertfisch, der am Meeresgrund einen verwunschenen alten Schrank entdeckt, eine Maus, welche in einer Mission zum Planeten Mars unterwegs ist und drei Zirkuselefanten, die, von einer Schneelawine verschüttet, auf ihre Rettung warten. Es sind vier lustige, spannende und hörenswerte Geschichten von und mit Ayla, Fikreta, Fjolla, Görkem, Ibrahim, Kristian, Nevin und Sava!
Diese Geschichten wurden draußen im Kiez, sowie im WerkStadt Kulturverein aufgenommen und produziert. Hier haben die Kinder ihre eigenen Geschichten unter der Anleitung von Sina Ness und Matthias Karow schauspielerisch umgesetzt und mit Geräuschen zum Leben erweckt.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Gelegenheit, sich in die Welt dieser fantastischen Hörstücke entführen zu lassen. Die Kurz-Hörspiele werden in einer Aufführung am 19. April 2012 um 16 Uhr im Nachbarschaftsheim in der Schierker Straße 53 präsentiert. Alle sind herzlich dazu eingeladen!

Text / Foto: Sina Ness / 17.4.2012

Das Projekt SpuK – Sprache und Klang des WerkStadt Kulturvereins wurde durch den Quartiersfonds 2 vom Quartiersmanagement gefördert im Rahmen des Programms Soziale Stadt.


Cover Etlaek

Bilder treffen Text
Lesung & Ausstellung im Kunstlabor schwarzekatze/weisserkater

Im Kunstlabor schwarzekatze/weisserkater e.V findet am Samstag, den 7. April, die erste offizielle Lesung aus dem Roman „ETLÄK – Diktat der Freiheit“ von George Migeot statt. Für das Kunstlabor hat sich der Autor bewusst entschieden und ist auch dem gemeinnützigen Verein beigetreten, da er sich sozial engagiert und dem Mainstream trotzen will.

George Migeot lebt seit 1999 in Neukölln und ist für seine Kurzgeschichten bekannt. Zwei Bände, „Shacklewell Lane“ und „Auswurf“, hat er bereits veröffentlicht. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine sehr eigentümliche Stilmischung aus. Geschichten, die oft ein beklemmendes Gefühl hinterlassen, sehr psychologisch, metaphorisch geschrieben sind und immer wieder den Spagat zwischen fast märchenhafter, emotionaler Tiefe, Metaphern sowie einem kalten Naturalismus schaffen. Alles garniert der Autor mit vielen Wendungen, die stets ein Spiel mit der Wahrnehmung des Lesers treiben. Ein großer Teil der Handlung von „ETLÄK“ spielt im alten Ägypten. In Anlehnung an den Physiker und Ägyptologen Kurt Mendelssohn zieht George Migeot geschickt Parallelen vom Alten Ägypten über die Gegenwart bis hin zur möglichen Zukunft. Warum sind die Pyramiden gebaut worden? Was haben sie in der damaligen Gesellschaft bewirkt? Warum der immense Aufwand? Und was hat das mit unserer Gegenwart und Zukunft zu tun?

Artus Romet, der Hauptdarsteller in dem Zukunftsroman “ETLÄK”, ist schwer krank und kann sich keine lebensrettende OP leisten. Er wird sterben. Im Hospital liest er einem Koma-Patienten, hoffend, dass dieser erwacht, die Geschichte eines Ägypters vor. Mit einer Krankenschwester führt Artus intensive Gespräche über die immer mehr entmenschlichte Gesellschaft. Auch Fragen nach Freiheit und Wahrheit spielen darin immer wieder eine wichtige Rolle, wobei sich die beiden näherkommen. Migeots Wendungen und Erklärungen sind verblüffend, logisch und spannend. “Wir bauen noch heute ‘Pyramiden’. FREIWILLIG! Wenn ein echter Fortschritt so naheliegend ist, so schmerzt es einen, dass bei so einem Sachverstand noch immer so viel Elend in der Welt vorherrscht. Dieses Elend kann in einem Wort zusammengefasst werden: ‘ETLÄK!’ rückwärts gelesen bedeutet es ‘Kälte!’, so George Migeot.

Migeots Lesung ist gleichzeitig eine Vernissage. Denn langjährige Freunde des Künstlers Migeot, TS und seine Partnerin MH, werden an diesem Abend Zeichnungen, Illustrationen und Comics ausstellen. Beide Künstler unterstützen George Migeot schon länger und gestalten beispielsweise seine Cover. Migeot und TS sind im Körnerkiez keine Unbekannten, denn sie sind gemeinsam regelmäßig unterwegs und verteilen hier ihre Eigenveröffentlichungen zum kostenlosen Schmökern. Das Gespann Migeot und TS/MH sucht gerne das Neuartige und die Provokation. Ihr Wirken zielt auch darauf ab, Augen zu öffnen. Doch keiner der Künstler erhebt dabei für sich den Anspruch,  die Wahrheit zu verkünden. „...Der Glaube an unsere Freiheit macht uns unfrei!? Wer also glaubt, wir seien frei, der irrt und ist in diesem Irrtum bereits befangen und somit nicht mehr frei...“ So heißt es in “ETLÄK”.

Text: Jarek Godlewski / 2.4.2012; Foto: Cover

Vernissage mit Lesung am Sa, 7. April, 19 Uhr im schwarzekatzeweisserkater e.V., Emser Str. 128. Öffnungszeiten: 8./9. April ab 16 Uhr, Finissage mit Lesung am Mo, 9. April, 18 Uhr

Infos unter www.voxpublica.de und www.georgemigeot.net

Jaroslaw Godlewski ist Mitglied von schwarzekatze\weisserkater e.V. und lebt im Körnerkiez.


Illustration: Mathias HuehnKurz-Videowettbewerb
Neukölln spricht zur Welt

Was denkt Ihr über Neukölln? Alles blöd hier, dreckig und laut? Oder: gute Leute, coole Freunde, niemals Langeweile?
Eins ist sicher: Es passiert viel in Neukölln und viele Leute haben eine Meinung dazu. Manche sagen, dass Neukölln der spannendste Bezirk der Stadt ist, andere finden, dass es überall sonst besser ist und wieder andere sagen, dass es nicht gut geht, wenn Menschen aus unterschiedlichen Ländern zusammen in einem Kiez wohnen.
Jetzt habt Ihr die Möglichkeit, dazu offen Eure Meinung zu sagen und gleichzeitig noch etwas zu gewinnen. Nehmt ein kurzes Video auf, entweder mit dem Handy, der Digi-Cam oder einer Videokamera. Ihr könnt das alleine aufnehmen oder in einer Gruppe, rappen, sprechen oder wortlos spielen. Jeder Film sollte aber nicht länger als drei Minuten sein. Einzige Einschränkung: Keine Beleidigungen.
Eine Jury entscheidet über die originellsten Videos und wir veröffentlichen die Beiträge unter www.qm-ganghofer.de.
Infos unter Tel.: 68 08 56 85-0.
Falls Ihr Hilfe beim Überspielen oder beim Hochladen bzw. beim Email-Verschicken braucht, ruft an oder schickt eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Einsendeschluss: 30. Mai 2012

Und hier könnt Ihr von Eurem Computer den Film hochladen:
http://www.qm-ganghofer.de/kiezzeitung/videowettbewerb

QM Ganghofer / 6.3.2012; Illustration: M. HühnStreitgespräch zur Zukunft der Sozialen Stadt

Ausgerechnet die FDP hatte gekniffen. Der Einladung zum Streitgespräch des Arbeitskreis Berliner Quartiersmanagement-Beauftragter (AKQ) am 23. August waren Berliner Abgeordnete der SPD, Bündnis 90/Die Grünen, der Linken und der CDU in den gut gefüllten Schöneberger PallasT gefolgt. Einzig die FDP, die maßgeblich hinter den Kürzungen des Programms Soziale Stadt steckt, hatte niemanden geschickt. Als Experte kam Prof. Dr. Simon Güntner von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften aus Hamburg dazu. 

Foto: Susanne Wolkenhauer „Bauen allein reicht nicht" sagt Ulli Lautenschläger vom AKQ in seiner Begrüßungsrede. Simon Güntner lobt zwar den "guten Wurf" des Programms und seine Wirkung, kritisiert jedoch seine aufwändige Umsetzung aufgrund vieler administrativer Hürden. Ebenso fragwürdig seien die prekären Arbeitsverhältnisse, die durch das Programm geschaffen werden, weil klare zeitliche Perspektiven fehlten. 

"Das arme Berlin buttert Geld da rein, wo der Bund dafür zu sorgen hätte" schimpft Jutta Matuschek (haushaltspolitische Sprecherin DIE LINKE). Die Bundesmittel für das Programm Soziale Stadt sind bereits im vergangenen Jahr von 95 Mio. Euro auf 28,5 Mio. Euro zusammengestrichen worden. Die Foto: Susanne Wolkenhauer Kürzungen für das Jahr 2011 hatte der Berliner Senat ausgeglichen. Zwar hat die Bundesregierung weitere Kürzungen für 2012 geplant, doch Matthias Brauner, bauplitischer Sprecher der Berliner CDU hält dagegen. Er versichert, dass seine Berliner Parteikollegen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hinter den Kulissen bearbeiteten. Auch sie hielten die Kürzungen und die Einschränkung des Programms auf Baumaßnahmen für falsch. 2012/13 sei es zur Not möglich, die Lücke von Berlin zu schließen. Aber - und das wundert nicht, so kurz vor der Wahl: "Wir arbeiten daran, dass das Problem gar nicht erst entsteht."

Über die gute Arbeit des QMs sind sich die eingeladenen Gäste schnell einig, doch sie haben auch Verbesserungsvorschläge. Eine Zusammenarbeit der Foto: Susanne Wolkenhauerunterschiedlichen Verwaltungsressorts, eine stärkere Vernetzung und den Abbau der Bürokratie wünschen sich alle. Antje Kapek (Fraktionssprecherin Bündnis  90/Die Grünen) vermisst Planungssicherheit, Kontrollierbarkeit und stärkere Zusammenarbeit mit den BVVs. Ellen Haußdörfer (stadtentwicklungspolitische Sprecherin der SPD) fordert mehr Nachhaltigkeit der Projekte und der durch QM geschaffenen Strukturen.

Um Städte sozialer zu gestalten, brauche man eine gesamtstädtische Perspektive, erklärt Simon Güntner. "Wir brauchen eine Vision, wohin wir wollen." Der Name "Rettet die Soziale Stadt " klinge so, als wolle man einzig das Förderprogramm retten und nicht das soziale Leben in den Städten, hält er dem AKQ entgegen. Ulli Lautenschläger sieht das anders. "Was ich gerne retten möchte, sind die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Bürger und der Akteure im  Quartier. Sie sollen weiter eine Möglichkeit haben, zusammenzukommen, zu diskutieren und zu entscheiden. Das ist eine Qualität, die es in dieser Stadt sonst nicht gibt."

Aus dem Publikum ist vFoto: Susanne Wolkenhaueror allem Kritik an der rein technokratischen Herangehensweise der Podiumsteilnehmer laut geworden. Am Schluss scheint die Operation geglückt: Der AKQ hat vier weitere Mitstreiter für die Rettung des Programms Soziale Stadt gefunden. Doch außer klaren zeitlichen Perspektiven braucht es weiterhin viele Bürger, die bei den Projekten mitmachen und sie mitgestalten. Vor allem braucht es auch Bürger, die nach den Wahlen einfordern, was die Politiker an diesem Abend versprochen haben.

Text: Claudia Mattern, Fotos: Susanne Wolkenhauer / 26.8.2011

Sprachcamp des ibbw in Berlin-Neukölln

Das Institut für berufliche Bildung und Weiterbildung e.V. führt im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und des Europäischen Sozialfonds Sprachcamps in den Ferien in Berlin-Neukölln durch.

In toller Atmosphäre vertiefen hier Schülerinnen und Schüler der 7 bis 10 Klasse vormittags ihre Deutschkenntnisse und haben am Nachmittag Spaß in den Workshops. Dort kann man Präsentieren oder Line - dance lernen, aber auch zum Schauspieler, zur Schauspielerin werden.

Das Camp findet vom 12.10. -21.10.10 von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr in Berlin-Neukölln statt. Interesse? Dann heran ans Telefon und die Nummer: 030 / 25 46 45 26 gewählt. Man kann sich auch über die Homepage des ibbw anmelden: www.ibbw.de

Die Kosten für das Camp betragen inklusive Verpflegung 20,-- € und werden durch die Arbeitsagenturen übernommen. Wir freuen uns auf Dich.