Kirsten Karacan

Kirsten Karacan; Foto: Claudia MatternGut ein halbes Jahr ist es her, als Kirsten Karacan ihr Atelier Kirkara in der Jonasstraße 33 eröffnet hat. Ihre Spezialität sind Papiermachéskulpturen. „Sie gehören zur Familie" sagt sie und zeigt auf die Figuren. „Die müssen mit auf das Foto." Im Dezember fand ein Tag der Offenen Tür statt, der mit Mitteln aus dem Aktionsfonds unterstützt wurde. Seitdem gibt es an vier Tagen in der Woche offene Silberschmiedestunden für Interessierte.

Die Schmuckgestalterin ist in Lichterfelde geboren und zog als Sechsjährige mit ihren Eltern nach Franken. Mit zwanzig kam sie zurück nach Berlin, ihre erste Adresse war für kurze Zeit die Thomasstraße im Körnerkiez. Fünf Jahre später verschlug sie eine Projektarbeit in einer Goldschmiedwerkstatt wieder nach Neukölln: in die Jonasstraße 34, das ist ihr jetziges Nachbarhaus.

Zwischenzeitlich arbeitete sie als Naturkostberaterin im Einzelhandel, doch dann beschloss sie, wieder mit den Händen zu arbeiten. Sie suchte knapp ein dreiviertel Jahr nach einem Atelier und landete dank der zwischennutzungsagentur erneut im Körnerkiez. „Ich folge meinem Herzen und mache jetzt das, was mir Spaß macht. Ich glaube, wenn man sein Ziel verfolgt, klappt das irgendwann, dann setzen sich auch Energien frei. Es ist zu schade, etwas zu machen, was man auf Dauer nicht machen möchte."

Etwas skeptisch war sie anfangs schon, doch bei den Vernetzungstreffen der zwischennutzungsagentur fand sie schnell Gleichgesinnte. „Neukölln eröffnet sich für mich jetzt ganz anders" erzählt die Künstlerin. „Ich lerne durch das Quartiersmanagement und durch die Aktionen der zwischennutzungsagentur den Kiez auf eine sehr sympathische Weise neu kennen. Ich habe hier sehr nette Gewerbetreibende und Künstler kennen gelernt."

Ein paar nette Cafés fehlten natürlich schon, sagt Kirsten Karacan. Auch das Gewerbebild könnte bunter gemischt sein. Aber die Aktionen vom Quartiersmanagement, so etwas wie die Pet Parade oder die Hundetütenspender, die gefallen ihr sehr. Schön fände sie auch, wenn die Leute im Kiez ihre Baumscheiben bepflanzten, da wäre sie auf jeden Fall dabei.

Ihr Lieblingsort im Kiez ist neben dem Körnerpark der Hunde-Frischfutter-Laden gleich gegenüber. Denn es gibt ja noch Pino, der Terrier-Schnauzer-Mischling, der oft neben den  Skulpturen im Schaufenster sitzt. Auf das Familienfoto hat er dann doch nicht mehr drauf gepasst.

Text / Foto: Claudia Mattern

Kontakt: Atelier Kirkara, Jonasstraße 33, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , www.kirkara.de, Tel. 0176-24874348 bzw. 61627775

(erschienen in der Körnerpost. Quartierszeitung für den Körnerpark, 19. Ausgabe, März 2008)